Esterka – überlebende der Shoa

Der Abschiedstag!

Fredo begleitete mich zum Bahnhof. Wir beide fühlten die Trauer des Abschieds.

Wir bedanken dem Schicksal, das uns wieder begegnet und in den Tiefen unseres Herzens zu wissen, dass wir uns nie wiedersehen werden.

Plötzlich verschwand Fredo. Ich stand am Gleis besorgt da und frage mich, wo ist er verschwunden plötzlich. Nach einer Weile kommt er zurück und überreicht mir eine kleine Tüte.

„Es ist für dich, für die Reise“, sagt er mit einem kindischen Lächeln im Gesicht. „Sandwiches mit Wurst.“

Ich halte die braune Tüte fest … Brot! … eine Scheibe Brot! … düstere Bilder der

Vergangenheit schwebt in meiner Erinnerung. Meine Augen füllen sich mit Tränen…

 

Jahre später, als ich in Israel war, erfuhr ich, dass Fredo gestorben war.